Willkommen in meinem Blog. Hier könnt ihr lesen, was ich alles erlebe, wenn es mich mal wieder hinaus in die weite Welt verschlagen hat. Kommentare zu meinen Berichten sind gern gesehen und motivieren mich, diesen Blog regelmäßig zu aktualisieren ;-) - Viel Spaß

Freitag, Juli 21, 2006

Nachtrag Urlaub

Auch wenn mein Urlaub nun schon einige Wochen vorbei ist, hab ich mal eine „kleine“ Zusammenfassung geschrieben:

1. Tour – Juan de Fuca Trail


Der Juan de Fuca Trail ist 47 km lang und liegt an der Westküste von Vancouver Island. Wandern entlang der Küste, also ein Kinderspiel, alles schön eben, wozu braucht man da denn Wanderschuhe? – Pustekuchen, nur hoch und runter ging es und wo keine Baumstämme im Weg lagen oder steiles Gefälle einem die letzte Kraft raubte, da waren riesige Schlammpfützen, in denen man nicht selten bis zum Knöchel (oder noch tiefer, wenn man Pech hatte) eingesunken ist.Jeder Schritt mußte also gut überlegt sein und so haben wir es an den ersten beiden Tagen mit unseren großen Rucksäcken auf dem Rücken auf eine sagenhafte Höchstgeschwindigkeit von 2 km/h geschafft. Naja, an den letzen beiden Tagen wurde der Weg dann etwas einfacher und wir haben uns auf 3 km/h gesteigert ;-) – Immerhin haben wir den Trail nach vier Tagen abgeschlossen und waren damit einen Tag schneller als Tina und Co. im vergangenen Jahr ;-P Gezeltet wurde dann meistens am Ozean und einmal sind ein paar Killerwahle an der Bucht vorbeige-schwommen, als wir gerade beim Frühstücken waren. Die viel gefürchteten Bären sind uns aber nicht über den Weg gelaufen oder zumindestens haben wir sie nicht gesehen, scheinbar haben wir genug Krach gemacht ;-)

2. Tour – Della Falls


Die Della Falls sind mit 400 Metern die höchsten Wasserfälle Kanadas und weil Tina dort auch noch nicht war, hat sie Martin und mich auf diesem Trip begleitet. Los ging es am Freitag abend, als uns das Wassertaxi nach einer Stunde Fahrt weit ab von jeglicher Zivilisation (ok, so unzivilisiert war es gar nicht, immerhin gab es neben den üblichen Plumsklos auch ein Wasserklo, aber seht selbst) abgesetzt hatte und wir uns auf des versprechen verlassen mußten, das dann drei Tage später wieder jemand da ist, der uns abholt. Da es schon spät war, haben wir bald das Zelt aufgebaut. Da Tina jetzt mitgekommen ist, haben wir Tinas 2-Mann Zelt zu Hause gelassen und uns ein 3-Mann Zelt ausgeliehen. Aber was war denn das? Zu unserem großen Schreck stellte sich beim Auspacken heraus, das es sich bei unserem Zelt auch nur um ein 2-Mann Zelt handelte. Und das war auch noch kleiner, als das, was Tina besitzt, was ich mir gar nicht erklären kann, denn schwerer war es trotzdem. Aber wer nimmt nicht gern ein paar extra Kilos mit auf eine Rucksackwanderung ;-) Naja, so standen uns halt drei kuschlige Nächte bevor, aber das hat uns drei Hardcorewanderer natürlich nicht von unserem Vorhaben abgehalten und so ging es dann auf zu den Della Falls. Nach nicht allzu langer Zeit sind wir dann schon bald auf den ersten Schnee gestoßen und da der geplante Zeltplatz noch total durch den Schnee versteckt wurde, mußten wir unser zweites Nachtquartier schon etwas früher aufschlagen. Am nächsten Tag haben wir dann unsere Rucksäcke Bärensicher zwischen zwei Bäumen aufgehängt und sind dann mit leichtem Gepäck den steileren Weg zu dem Aussichtspunkt auf die Della Falls hinaufgeklettert. Trotz des vielen Schnees war es recht warm, so daß wir auch weiterhin in kurzen Hosen wandern konnten. Man mußte nur darauf achten, das man nicht zu oft im Schnee einbricht, der hat nämlich gemeinerweise von unten angefangen zu tauen. Letztendlich haben wir die Wanderung bis zur Spitze des Berges irgendwann abgebrochen, als wir einen guten Blick auf die Della Falls erhaschen konnten und der Weg nach oben durch den Schnee dann doch zu schlecht wurde. Auf dem Rückweg kamen wir dann zwei Stunden vor dem Boot am Steg an und hatten so noch die Gelegenheit ein wenig zu schwimmen und danach bei einem Sonnenbad zu relaxen. (So sah es immer aus, wenn wir unser Trinkwasser gepumpt haben.)

3. Tour – Sayward Forest Canoe Route

So, wir haben unsere Rucksäcke genug durch die Gegend geschleppt. Auf unserer dritten und letzten Tour wollten wir es etwas gemütlicher haben und sind auf ein Kanu umgestiegen. Die geplante Route verlief kreisförmig über mehrere Seen und so ließ es sich nicht vermeiden, das neben 47 km Paddeln auch etwas über 7 km Landportage auf dem Programm standen. Aber das ist ja kein Problem, das kennen wir ja aus Schweden, da werden Räder unter das Kanu geschnallt und dann wird es die Straße entlanggeschoben. Die Sache hatte nur einen Hacken, ach was sag ich, es waren zwei Hacken. Erstens war unser Portagewagen kaputt und entpupte sich damit nur zu zusätzlichem Extragewicht und zweitens waren die Portagewege nicht annähernd mit den Straßen in Schweden zu vergleichen. An ganz besonderen Stellen lagen dann Baumstämme in allen möglichen Höhenlagen im Weg, was sich gerade mit dem Kanu auf dem Kopf besonders gut macht. Aber so leicht sind wir nicht runterzukriegen und so haben wir auch die Kanutour trotz drei verregneten Tagen mit einem Lächeln im Gesicht beendet – Schließlich wußten wir, das uns in unserer Unterkunft heiße Duschen erwarten und das wir das Müsli gegen ein schönes Steak eintauschen können ;-)

4. Was sonst noch los war.

Zwischen unseren Touren hat es uns immer wieder nach Victoria gezogen, wo Tina dann immer für ein tolles Programm gesorgt hat. So gab es gemütliche Abende im Kreise einiger Freunde, zweimal Fußballfrühstück zu Deutschland WM Spielen, einen Grillabend und sogar ein modernes Jazzkonzert. Nach unserer letzten Tour mit dem Kanu haben wir uns allerdings ein paar Tage Zeit gelassen, um wieder nach Victoria zu kommen und so haben wir unterwegs noch den einen oder anderen Kurztrip gemacht, zum Beispiel in die dunkelfeuchte Unterwelt der Horne Lake Höhlen. Negativereignis war natürlich die Randale an Pepe (Tinas Auto) dem es mittlerweile aber wieder gut geht – Pepe, diesen superlange Blogeintrag widme ich dir.

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Hallo Andy,

ich bin froh, dass Ihr einen solchen super tollen Urlaub hattet. Ich hätte Martin und Dich ja noch gerne weiter begleitet, aber irgendwelche dummen Kinder hatten da wohl andere Vorstellungen. Mir geht es jedenfalls wieder richtig gut.

Vielen Dank für die Blog-Widmung :-)

Liebe Grüsse,
Pepe

23:55

 
Blogger Linse said...

Pah, Du hast ja auch viel laengere Beine, da ist es ja auch kein Wunder, dass Du den Trail in 4 anstatt 4,5 Tagen machen kannst.

03:08

 
Blogger Andy said...

Nun werde mal nicht pingelich, 4,5 Tage. Wenn du es so genau haben willst, haben wir auch nur 3,5 Tage gebraucht ;-P

08:34

 

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